Fledermaus in der Literatur/Kultur - Ideen für mögliche Führungen
Hier nur ein kleiner Auszug. Weitere Texte, Bilder u.ä. bei der Sitzung am 24.10.2025
Heinz Erhardt: Die Maus
Kleine Freunde
von Klaus Jauer (30.10.2009, Rackith)
Unterm Dach in unserm Haus
schläft´ne kleine Fledermaus.
„Bleib nur ruhig liebes Tier-
wohnen darfst du immer hier!
Lebst ganz heimlich und bescheiden,
manch Leute können dich nicht leiden,
weil sie aus Urgroßmutterszeiten
noch heute dummes Zeug verbreiten.“
In all den langen Jahren
saß nie ein Tierchen in den Haaren,
von aufgeregten Damen,
die deshalb fast ums Leben kamen.
Auch sind aus völlig anderen Gründen
oft Flecken an deren Hals zu finden.
Da war auch nie, das wissen wir,
ein Fledermäuschen der Vampir.
Im Gegenteil ist ohne Frage,
im Kampf gegen manch Insektenplage,
die Fledermaus ein Kamerad
der uns schon oft geholfen hat.
Man sieht sie dann nach warmen Tagen
abends die dicken Motten jagen.
Wer´s noch erlebt, hat großes Glück,
denn ihre Zahl geht stark zurück!
Drum sollten wir alle Kräfte nützen
die Fledermäuse gut zu schützen.
Sie brauchen jetzt schon hier und heute,
viele hilfsbereite Leute.
http://www.fledermaus-aksa.de/2010/01/fledermaus-gedicht-fuer-das-neue-jahr/
Die Fledermaus
Die Nacht sendet ihre Schwärze aus,
immer dunkler wird die Dunkelheit,
ihre Flügel spannt die Fledermaus,
und schwebt völlig lautlos durch die Zeit.
Faszinierend tanzt sie jede Nacht,
flattert ohne erkennbares Ziel,
hat über Insekten jede Macht,
spielt mit ihnen ihr tödliches Spiel.
Sie lässt sich auch nur schwer einfangen,
selbst wenn man sie jagt im Stall, im Haus,
fast nie wird man zu ihr gelangen,
man siehst nur Schatten - der Fledermaus.
© Horst Rehmann https://www.traum-und-wahrheit.de/t15107f50-Die-Fledermaus.html
Die Fledermaus nach Aesop
Eine Fledermaus fiel in das Gras.
Sofort stürzte ein Wiesel auf sie zu
und wollte sie verspeisen.
"Ach!" piepste die Fledermaus in Todesangst.
"Was willst du? - Was tust du? O lasse mich am Leben!"
"Ich kann nicht, ich hasse dich,
weil ich alle Vögel hasse", fauchte das Wiesel.
Die Fledermaus besann sich einen Augenblick.
"Ich bin doch kein Vogel; ich kann die Vögel nicht leiden;
ich bin doch eine Maus!" beteuerte sie.
- Da schenkte ihr das Wiesel das Leben.
Kurze Zeit nachher hatte die Fledermaus dasselbe Unglück.
Wieder war ein Wiesel daran, ihr den Hals durchzubeißen.
"Du sollst augenblicklich gefressen werden",
sagte es, "ich hasse alle Mäuse und dich auch!"
"Aber ich bin doch keine Maus,
ich kann die Mäuse nicht leiden! Ich bin doch ein Vogel!"
- beteuerte die Fledermaus.
"Was du nicht sagst -, entschuldige!"
antwortete das Wiesel.
Und die Fledermaus kam wirklich wieder mit dem Leben davon.